Was in einen Business Case gehört
Ein Business Case beantwortet vier Fragen: Welches Problem lösen wir? Warum ist eine Kooperation mit einem Artist dafür besser geeignet als andere Maßnahmen? Was kostet sie? Und woran erkennen wir, dass sie funktioniert hat? Je konkreter diese Antworten, desto leichter fällt die Entscheidung.
Ziele und Kennzahlen festlegen
Startet mit dem Ziel, nicht mit dem Artist. Typische Ziele und passende Kennzahlen:
| Ziel | Kennzahlen |
|---|---|
| Bekanntheit bei einer neuen Zielgruppe | Reichweite, Views, Anteil der Zielgruppe, Kosten pro 1.000 Kontakte |
| Relevanz und Image | Engagement-Rate, Kommentare, Stimmung, Brand-Lift-Befragung |
| Abverkauf | Absatz im Aktionszeitraum, Codes, Klicks, Händler-Feedback |
| Content für eigene Kanäle | Anzahl nutzbarer Assets, Performance als Anzeige |
| Aufmerksamkeit in Medien | Earned Media, Presseberichte, Social Buzz |
Wählt zwei bis drei Hauptkennzahlen und legt Zielwerte fest. Wie ihr Musikmarketing messt, lest ihr ausführlich im Artikel Musikmarketing messen.
Mit bestehenden Maßnahmen vergleichen
Entscheider bewerten neue Ideen meist im Vergleich zu dem, was sie kennen. Stellt deshalb Kennzahlen gegenüber, die es bei euch bereits gibt, zum Beispiel die Kosten pro 1.000 Kontakte oder pro View aus euren Social Ads. Content von Artists läuft häufig organisch bei deren Community und lässt sich zusätzlich als Anzeige verlängern. Dadurch entsteht Reichweite, die ihr nicht vollständig einkaufen müsst.
Ebenso wichtig ist, was sich schwer in Zahlen fassen lässt: die Glaubwürdigkeit eines Artists bei seinen Fans und Inhalte, die Menschen freiwillig ansehen und teilen.
Beispiel: was eine Kampagne leisten kann
Als eine Schafherde durch einen PENNY-Markt zog, entstand innerhalb von 48 Stunden der Song „BENNY“ mit Luca-Dante Spadafora, als Soundtrack zur Kampagne „Sheep Happens“. Die Gesamtkampagne erzielte rund 30 Millionen Euro Earned Media, ein Umsatzplus von 6 Prozent und einen Anstieg der Beliebtheit um 69 Prozent. Mehr dazu im Case BENNY x PENNY.
Risiken offen ansprechen
Ein guter Business Case nennt auch die Risiken und zeigt, wie ihr damit umgeht: Was passiert, wenn ein Artist ausfällt oder negativ in die Schlagzeilen gerät? Wer hat die Rechte an den Inhalten? Diese Fragen kommen in jeder Freigaberunde. Antworten findet ihr im Artikel Risiken bei Artist-Kooperationen.
Die Gliederung auf einen Blick
- AusgangslageWelche Herausforderung hat die Marke, und welche Zielgruppe erreichen wir heute zu wenig?
- IdeeDer Ansatz in zwei Sätzen, mit Format und Artist-Profil.
- Ziele und KennzahlenZwei bis drei Hauptkennzahlen mit Zielwerten.
- BudgetKostenrahmen, aufgeteilt nach Gage, Rechten, Produktion und Media.
- ZeitplanVon der Freigabe bis zum Reporting.
- RisikenMögliche Risiken und wie sie abgesichert sind.
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