Die vier Wege im Überblick
| Weg | Kosten (Richtwert) | Wiedererkennung | Vorlauf |
|---|---|---|---|
| Lizenzfreie Musik / Production Music | kostenlos bis wenige hundert Euro | gering | sofort |
| Bekannter Song | vierstellig bis sechsstellig | hoch, aber geliehen | Wochen bis Monate |
| Auftragsproduktion (Jingle, Song, Sound) | ab niedrigem vierstelligen Betrag | hoch und exklusiv | Tage bis Wochen |
| Song mit Artist | abhängig vom Artist | hoch, mit Fan-Reichweite | Tage bis Wochen |
Die Spannen sind grobe Orientierungswerte. Entscheidend sind Nutzungsdauer, Medien, Länder und der Umfang der Rechte.
Lizenzfreie Musik und Production Music
„Lizenzfrei“ bedeutet nicht, dass keine Lizenz nötig ist. Gemeint ist meist, dass ihr einmalig oder per Abo bezahlt und die Musik danach im vereinbarten Rahmen ohne weitere Gebühren nutzen dürft. Anbieter von Production Music haben riesige Kataloge für fast jede Stimmung.
- Vorteile: günstig, sofort verfügbar, rechtlich meist unkompliziert.
- Nachteile: Dieselben Titel laufen auch bei anderen Marken. Musik wird so zum Hintergrund, nicht zum Erkennungszeichen.
- Achtung: Prüft die Lizenzbedingungen genau. Viele Abos decken Social Media ab, aber nicht TV, Kino oder bezahlte Anzeigen.
Einen bekannten Song lizenzieren
Ein bekannter Song bringt Emotionen und Erinnerungen sofort mit. Dafür braucht ihr zwei Rechte: das Recht an der Komposition vom Musikverlag und das Recht an der Aufnahme vom Label. Bei Werbung müssen in der Regel auch die Urheber zustimmen. Alle Details dazu im Artikel Musik in der Werbung: Lizenzen, Rechte und GEMA.
- Vorteile: starke Wirkung, große Bekanntheit.
- Nachteile: hohe Kosten, lange Verhandlungen, zeitlich begrenzte Nutzung. Der Song gehört nie euch, und andere Marken können ihn später ebenfalls nutzen.
- Alternative: eine Neuaufnahme (Cover) des Songs. Dann entfallen die Rechte am Original-Master, die Rechte an der Komposition braucht ihr trotzdem.
Musik produzieren lassen
Bei einer Auftragsproduktion entsteht Musik exklusiv für eure Marke: ein Jingle, ein Sound-Logo, ein Song oder ein Sound für TikTok und Reels. Ihr bestimmt Stil, Länge und Botschaft, und die Musik passt genau zu eurem Spot.
- Vorteile: exklusiv, wiedererkennbar, auf allen Kanälen nutzbar. Die Nutzungsrechte lassen sich von Anfang an passend regeln.
- Nachteile: braucht etwas Vorlauf und klare Vorgaben.
- Wichtig: Klärt vertraglich, wem die Rechte gehören, wie lange und wo ihr die Musik nutzen dürft und ob die Urheber GEMA-Mitglieder sind.
Wer Musik dauerhaft als Teil der Marke nutzen möchte, landet schnell beim Thema Sonic Branding.
Ein Song mit einem Artist
Die stärkste Variante: Ein Artist schreibt und veröffentlicht einen Song, in dem eure Marke vorkommt, oder macht einen bestehenden Song zum Soundtrack eurer Kampagne. Der Song erscheint auf Streaming-Plattformen, der Artist teilt ihn mit seiner Community, und eure Marke wird Teil eines echten Releases.
So entstand der Song „BENNY“ mit Luca-Dante Spadafora als Soundtrack zur PENNY-Kampagne „Sheep Happens“, inklusive Musikvideo und innerhalb von 48 Stunden. Mehr dazu im Case BENNY x PENNY und unter Song für Marken.
- Vorteile: Musik und Reichweite in einem, hohe Glaubwürdigkeit bei Fans, Content für viele Kanäle.
- Nachteile: Kosten hängen stark vom Artist ab. Der Song muss als Song überzeugen, nicht nur als Werbung.
Welcher Weg passt zu euch?
- Viel Content mit kleinem Budget: Production Music, ergänzt durch einen eigenen Sound für wiederkehrende Formate.
- Ein großer Spot mit klarer Stimmung: bekannter Song oder Auftragsproduktion, je nach Budget und Laufzeit.
- Wiedererkennung über Jahre: eigener Jingle oder Sound-Logo.
- Reichweite bei jungen Zielgruppen: Song mit Artist, kombiniert mit Social Media.
Wir produzieren Jingles, Sounds und Songs selbst und arbeiten mit Artists aller Genres. Im Music Strategy Workshop finden wir gemeinsam heraus, welcher Weg für eure Marke den größten Effekt hat.
Wir beraten euch unverbindlich und setzen die Kampagne auf Wunsch komplett um.
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