Ratgeber · 7 Min. Lesezeit

Musik für Werbung finden: 4 Wege mit Kosten

Ob Werbespot, Social-Media-Kampagne oder Event: Fast jede Werbung braucht Musik. Dafür gibt es vier Wege, die sich in Kosten, Wirkung und Rechten stark unterscheiden. Hier findet ihr den passenden für euer Projekt.

Die vier Wege im Überblick

WegKosten (Richtwert)WiedererkennungVorlauf
Lizenzfreie Musik / Production Musickostenlos bis wenige hundert Eurogeringsofort
Bekannter Songvierstellig bis sechsstellighoch, aber geliehenWochen bis Monate
Auftragsproduktion (Jingle, Song, Sound)ab niedrigem vierstelligen Betraghoch und exklusivTage bis Wochen
Song mit Artistabhängig vom Artisthoch, mit Fan-ReichweiteTage bis Wochen

Die Spannen sind grobe Orientierungswerte. Entscheidend sind Nutzungsdauer, Medien, Länder und der Umfang der Rechte.

Lizenzfreie Musik und Production Music

„Lizenzfrei“ bedeutet nicht, dass keine Lizenz nötig ist. Gemeint ist meist, dass ihr einmalig oder per Abo bezahlt und die Musik danach im vereinbarten Rahmen ohne weitere Gebühren nutzen dürft. Anbieter von Production Music haben riesige Kataloge für fast jede Stimmung.

  • Vorteile: günstig, sofort verfügbar, rechtlich meist unkompliziert.
  • Nachteile: Dieselben Titel laufen auch bei anderen Marken. Musik wird so zum Hintergrund, nicht zum Erkennungszeichen.
  • Achtung: Prüft die Lizenzbedingungen genau. Viele Abos decken Social Media ab, aber nicht TV, Kino oder bezahlte Anzeigen.

Einen bekannten Song lizenzieren

Ein bekannter Song bringt Emotionen und Erinnerungen sofort mit. Dafür braucht ihr zwei Rechte: das Recht an der Komposition vom Musikverlag und das Recht an der Aufnahme vom Label. Bei Werbung müssen in der Regel auch die Urheber zustimmen. Alle Details dazu im Artikel Musik in der Werbung: Lizenzen, Rechte und GEMA.

  • Vorteile: starke Wirkung, große Bekanntheit.
  • Nachteile: hohe Kosten, lange Verhandlungen, zeitlich begrenzte Nutzung. Der Song gehört nie euch, und andere Marken können ihn später ebenfalls nutzen.
  • Alternative: eine Neuaufnahme (Cover) des Songs. Dann entfallen die Rechte am Original-Master, die Rechte an der Komposition braucht ihr trotzdem.

Musik produzieren lassen

Bei einer Auftragsproduktion entsteht Musik exklusiv für eure Marke: ein Jingle, ein Sound-Logo, ein Song oder ein Sound für TikTok und Reels. Ihr bestimmt Stil, Länge und Botschaft, und die Musik passt genau zu eurem Spot.

  • Vorteile: exklusiv, wiedererkennbar, auf allen Kanälen nutzbar. Die Nutzungsrechte lassen sich von Anfang an passend regeln.
  • Nachteile: braucht etwas Vorlauf und klare Vorgaben.
  • Wichtig: Klärt vertraglich, wem die Rechte gehören, wie lange und wo ihr die Musik nutzen dürft und ob die Urheber GEMA-Mitglieder sind.

Wer Musik dauerhaft als Teil der Marke nutzen möchte, landet schnell beim Thema Sonic Branding.

Ein Song mit einem Artist

Die stärkste Variante: Ein Artist schreibt und veröffentlicht einen Song, in dem eure Marke vorkommt, oder macht einen bestehenden Song zum Soundtrack eurer Kampagne. Der Song erscheint auf Streaming-Plattformen, der Artist teilt ihn mit seiner Community, und eure Marke wird Teil eines echten Releases.

So entstand der Song „BENNY“ mit Luca-Dante Spadafora als Soundtrack zur PENNY-Kampagne „Sheep Happens“, inklusive Musikvideo und innerhalb von 48 Stunden. Mehr dazu im Case BENNY x PENNY und unter Song für Marken.

  • Vorteile: Musik und Reichweite in einem, hohe Glaubwürdigkeit bei Fans, Content für viele Kanäle.
  • Nachteile: Kosten hängen stark vom Artist ab. Der Song muss als Song überzeugen, nicht nur als Werbung.

Welcher Weg passt zu euch?

  • Viel Content mit kleinem Budget: Production Music, ergänzt durch einen eigenen Sound für wiederkehrende Formate.
  • Ein großer Spot mit klarer Stimmung: bekannter Song oder Auftragsproduktion, je nach Budget und Laufzeit.
  • Wiedererkennung über Jahre: eigener Jingle oder Sound-Logo.
  • Reichweite bei jungen Zielgruppen: Song mit Artist, kombiniert mit Social Media.

Wir produzieren Jingles, Sounds und Songs selbst und arbeiten mit Artists aller Genres. Im Music Strategy Workshop finden wir gemeinsam heraus, welcher Weg für eure Marke den größten Effekt hat.

Ihr plant eine Kampagne mit Musik?

Wir beraten euch unverbindlich und setzen die Kampagne auf Wunsch komplett um.

Erstgespräch anfragen →
FAQ

Kurz beantwortet.

Dürfen wir einen bekannten Song einfach in unserer Werbung verwenden?

Nein. Für die Nutzung eines Songs in Werbung braucht ihr die Rechte an der Komposition (vom Musikverlag) und an der Aufnahme (vom Label). Diese Rechte werden individuell verhandelt. Wir klären für euch, wer die Rechte hält, und verhandeln die Lizenz.

Welche Rolle spielt die GEMA?

Die GEMA vertritt in Deutschland die Rechte von Komponisten und Textern, etwa bei öffentlichen Aufführungen auf Events oder bei Ausstrahlungen im Radio und TV. Für Werbung werden die Rechte meist zusätzlich direkt mit Verlag und Label geregelt. Wir sorgen dafür, dass alle notwendigen Rechte abgedeckt sind.

Wem gehören die Rechte an einem Song, der für unsere Marke entsteht?

Das wird individuell vereinbart. Üblich ist, dass der Artist den Song veröffentlicht und eure Marke umfangreiche Nutzungsrechte für Werbung erhält. Auf Wunsch lässt sich auch eine weitergehende Rechteübertragung verhandeln.

Was kostet ein Werbespot mit einem Musiker?

Das hängt vor allem von der Bekanntheit des Artists, den Medien (TV, Streaming, Online, Kino), der Laufzeit und dem Produktionsaufwand ab. Neben Gage und Buyout fallen Produktionskosten an. Nach dem Briefing bekommt ihr eine Kalkulation mit allen Posten.

Passende Leistungen

Wobei wir helfen.

Ratgeber

Weiterlesen.

Projekt anfragen

Lasst uns
eure Story
schreiben.

Erzählt uns kurz von eurem Vorhaben. Alle Details klären wir gemeinsam im Erstgespräch.

  • Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden
  • Erstgespräch kostenlos & unverbindlich
  • Erste Einschätzung und Ideen im Anschluss

Nur Name und E-Mail sind Pflicht. Alles Weitere klären wir im Gespräch, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

Mit dem Absenden stimmt ihr zu, dass wir eure Angaben zur Bearbeitung der Anfrage verwenden. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.