Ratgeber · 6 Min. Lesezeit

Sonic Branding & Audio Branding: Beispiele, Kosten

Viele Marken erkennt man an wenigen Tönen, bevor das Logo zu sehen ist. Das ist kein Zufall, sondern Sonic Branding: der gezielte Einsatz von Klang als Teil der Markenidentität. Was dazugehört und wie ihr zu eurem eigenen Sound kommt.

Was ist Sonic Branding?

Sonic Branding, auch Audio Branding, Sound Branding, Corporate Sound oder akustische Markenführung genannt, überträgt die Identität einer Marke in Klang. So wie Logo, Farben und Schrift eine Marke sichtbar machen, machen Sound-Logo, Jingle und Musik sie hörbar. Bekannte Beispiele sind die fünf Töne der Telekom, das „Ta-dum“ von Netflix oder die Melodie von McDonald’s.

Wichtig wird das Thema, weil Marken heute an vielen Stellen hörbar sind: in Social-Media-Videos, Podcasts, Spots, auf Events, in Apps und im Handel. Ohne festgelegten Sound klingt die Marke an jeder dieser Stellen anders.

Die Bausteine einer Klangidentität

  • Sound-Logo: eine kurze, unverwechselbare Tonfolge von wenigen Sekunden, meist am Ende von Spots und Videos.
  • Jingle: eine eingängige Melodie, oft mit Text oder Claim, für Radio, TV und Social Media.
  • Markensong: ein vollständiger Song, der die Marke emotional trägt, zum Beispiel für Kampagnen oder Events.
  • Klangwelt: Varianten und Musikstücke im Stil der Marke für Videos, Podcasts, Messen oder Warteschleifen.
  • Social Sounds: kurze Sounds für TikTok und Reels, die Creators und Fans in eigenen Videos nutzen können.
  • Markenstimme: eine feste Sprecherstimme für Spots und Erklärvideos.

Nicht jede Marke braucht alle Bausteine. Für viele ist ein Sound-Logo mit einigen Varianten der richtige Einstieg.

Warum sich ein eigener Sound lohnt

  • Wiedererkennung: Klang wirkt auch dann, wenn niemand hinsieht, etwa beim Scrollen mit Ton, im Radio oder auf einem Event.
  • Konsistenz: Alle Agenturen und Teams arbeiten mit demselben Sound, statt jedes Mal neue Musik zu suchen.
  • Rechtssicherheit: Musik, an der ihr die Rechte habt, dürft ihr auf allen Kanälen nutzen, auch dort, wo bekannte Songs für Marken tabu sind. Mehr dazu im Artikel Musik auf Instagram und TikTok.
  • Kosten über die Zeit: Einmal entwickelt, ersetzt ein eigener Sound viele einzelne Lizenzen.

So entsteht euer Sound

  1. AnalyseMarke, Zielgruppe, Werte und Wettbewerb: Wie soll eure Marke klingen, und wie klingen die anderen?
  2. KlangstrategieStimmung, Instrumente, Tempo und Einsatzbereiche werden festgelegt.
  3. KompositionErste Entwürfe für Sound-Logo oder Jingle, gemeinsam ausgewählt und verfeinert.
  4. ProduktionFinale Produktion im Studio, auf Wunsch mit bekannten Artists oder Sängerinnen und Sängern.
  5. VariantenVersionen für verschiedene Längen, Kanäle und Anlässe.
  6. RolloutSound-Guide für Teams und Agenturen sowie Einsatz in Social Media, Spots und Events.

Wir komponieren und produzieren Jingles, Sound-Logos und Songs selbst. Dass das auch sehr schnell gehen kann, zeigt der Song „BENNY“ für PENNY: Song und Musikvideo entstanden innerhalb von 48 Stunden. Mehr im Case BENNY x PENNY. Was wir konkret anbieten, findet ihr unter Sonic Branding & Audio Branding.

Rechte und Nutzung

Ein Sound, der zur Marke gehört, sollte auch rechtlich zur Marke gehören. Klärt deshalb vertraglich:

  • welche Nutzungsrechte ihr erhaltet, für welche Medien, Länder und wie lange,
  • ob ihr den Sound exklusiv nutzt,
  • ob die Urheber Mitglied der GEMA sind und was das für die Nutzung bedeutet,
  • ob ihr den Sound bearbeiten und neue Varianten erstellen lassen dürft,
  • ob ein Sound-Logo zusätzlich als Hörmarke eingetragen werden soll.

Hintergründe zu Lizenzen und GEMA findet ihr im Artikel Musik in der Werbung.

Was Sonic Branding kostet

Die Kosten hängen vor allem vom Umfang ab. Ein Sound-Logo mit einigen Varianten liegt in einer ganz anderen Größenordnung als eine komplette Klangwelt mit Markensong und bekanntem Artist. Weitere Faktoren sind die Zahl der Entwürfe, der Produktionsaufwand und der Umfang der Nutzungsrechte.

Unser Vorschlag: Startet mit einer klaren Frage, wo eure Marke heute hörbar ist und wo sie es sein sollte. Genau das klären wir im Music Strategy Workshop, mit konkreten Ideen und einem Kostenrahmen für euren Sound.

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Wir beraten euch unverbindlich und setzen die Kampagne auf Wunsch komplett um.

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FAQ

Kurz beantwortet.

Wem gehören die Rechte an einem Song, der für unsere Marke entsteht?

Das wird individuell vereinbart. Üblich ist, dass der Artist den Song veröffentlicht und eure Marke umfangreiche Nutzungsrechte für Werbung erhält. Auf Wunsch lässt sich auch eine weitergehende Rechteübertragung verhandeln.

Welche Rolle spielt die GEMA?

Die GEMA vertritt in Deutschland die Rechte von Komponisten und Textern, etwa bei öffentlichen Aufführungen auf Events oder bei Ausstrahlungen im Radio und TV. Für Werbung werden die Rechte meist zusätzlich direkt mit Verlag und Label geregelt. Wir sorgen dafür, dass alle notwendigen Rechte abgedeckt sind.

Wie wird ein Sound auf TikTok zum Trend?

Ein Trend lässt sich nicht garantieren, aber planen: mit einem eingängigen Sound, einem Artist mit aktiver Community, einer einfachen Mitmach-Idee und Creators, die den Sound zum Start aufgreifen. Paid Ads können die Verbreitung zusätzlich anschieben.

Wie schnell kann eine Kampagne live gehen?

Eine Social-Media-Kooperation ist in zwei bis vier Wochen umsetzbar, eine Kampagne mit eigener Produktion in sechs bis acht Wochen. Wenn es schnell gehen muss, sind wir auch in 48 Stunden live, wie beim Song zum PENNY-Schaf BENNY.

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