Was ist Sonic Branding?
Sonic Branding, auch Audio Branding, Sound Branding, Corporate Sound oder akustische Markenführung genannt, überträgt die Identität einer Marke in Klang. So wie Logo, Farben und Schrift eine Marke sichtbar machen, machen Sound-Logo, Jingle und Musik sie hörbar. Bekannte Beispiele sind die fünf Töne der Telekom, das „Ta-dum“ von Netflix oder die Melodie von McDonald’s.
Wichtig wird das Thema, weil Marken heute an vielen Stellen hörbar sind: in Social-Media-Videos, Podcasts, Spots, auf Events, in Apps und im Handel. Ohne festgelegten Sound klingt die Marke an jeder dieser Stellen anders.
Die Bausteine einer Klangidentität
- Sound-Logo: eine kurze, unverwechselbare Tonfolge von wenigen Sekunden, meist am Ende von Spots und Videos.
- Jingle: eine eingängige Melodie, oft mit Text oder Claim, für Radio, TV und Social Media.
- Markensong: ein vollständiger Song, der die Marke emotional trägt, zum Beispiel für Kampagnen oder Events.
- Klangwelt: Varianten und Musikstücke im Stil der Marke für Videos, Podcasts, Messen oder Warteschleifen.
- Social Sounds: kurze Sounds für TikTok und Reels, die Creators und Fans in eigenen Videos nutzen können.
- Markenstimme: eine feste Sprecherstimme für Spots und Erklärvideos.
Nicht jede Marke braucht alle Bausteine. Für viele ist ein Sound-Logo mit einigen Varianten der richtige Einstieg.
Warum sich ein eigener Sound lohnt
- Wiedererkennung: Klang wirkt auch dann, wenn niemand hinsieht, etwa beim Scrollen mit Ton, im Radio oder auf einem Event.
- Konsistenz: Alle Agenturen und Teams arbeiten mit demselben Sound, statt jedes Mal neue Musik zu suchen.
- Rechtssicherheit: Musik, an der ihr die Rechte habt, dürft ihr auf allen Kanälen nutzen, auch dort, wo bekannte Songs für Marken tabu sind. Mehr dazu im Artikel Musik auf Instagram und TikTok.
- Kosten über die Zeit: Einmal entwickelt, ersetzt ein eigener Sound viele einzelne Lizenzen.
So entsteht euer Sound
- AnalyseMarke, Zielgruppe, Werte und Wettbewerb: Wie soll eure Marke klingen, und wie klingen die anderen?
- KlangstrategieStimmung, Instrumente, Tempo und Einsatzbereiche werden festgelegt.
- KompositionErste Entwürfe für Sound-Logo oder Jingle, gemeinsam ausgewählt und verfeinert.
- ProduktionFinale Produktion im Studio, auf Wunsch mit bekannten Artists oder Sängerinnen und Sängern.
- VariantenVersionen für verschiedene Längen, Kanäle und Anlässe.
- RolloutSound-Guide für Teams und Agenturen sowie Einsatz in Social Media, Spots und Events.
Wir komponieren und produzieren Jingles, Sound-Logos und Songs selbst. Dass das auch sehr schnell gehen kann, zeigt der Song „BENNY“ für PENNY: Song und Musikvideo entstanden innerhalb von 48 Stunden. Mehr im Case BENNY x PENNY. Was wir konkret anbieten, findet ihr unter Sonic Branding & Audio Branding.
Rechte und Nutzung
Ein Sound, der zur Marke gehört, sollte auch rechtlich zur Marke gehören. Klärt deshalb vertraglich:
- welche Nutzungsrechte ihr erhaltet, für welche Medien, Länder und wie lange,
- ob ihr den Sound exklusiv nutzt,
- ob die Urheber Mitglied der GEMA sind und was das für die Nutzung bedeutet,
- ob ihr den Sound bearbeiten und neue Varianten erstellen lassen dürft,
- ob ein Sound-Logo zusätzlich als Hörmarke eingetragen werden soll.
Hintergründe zu Lizenzen und GEMA findet ihr im Artikel Musik in der Werbung.
Was Sonic Branding kostet
Die Kosten hängen vor allem vom Umfang ab. Ein Sound-Logo mit einigen Varianten liegt in einer ganz anderen Größenordnung als eine komplette Klangwelt mit Markensong und bekanntem Artist. Weitere Faktoren sind die Zahl der Entwürfe, der Produktionsaufwand und der Umfang der Nutzungsrechte.
Unser Vorschlag: Startet mit einer klaren Frage, wo eure Marke heute hörbar ist und wo sie es sein sollte. Genau das klären wir im Music Strategy Workshop, mit konkreten Ideen und einem Kostenrahmen für euren Sound.
Wir beraten euch unverbindlich und setzen die Kampagne auf Wunsch komplett um.
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